Schläger trifft Schlager

Beide sind Superstars. Box-Profi Marco Huck (27) im Ring und Florian Silbereisen (30) auf der Showbühne.

Während seiner gerade laufenden Tournee „Das Frühlingsfest der Überraschungen 2012“ und vor dem WM-Kampf von Marko Huck gegen den Russen Alexander Powetkin am Sonnabend in Stuttgart (ARD, 22.15 Uhr) brachte BILD beide Stars zusammen. Schlager trifft Schläger. Das Interview.​

BILD: Herr Silbereisen, Sie sind Box-Fan. Wann haben Sie sich zum letzten Mal so richtig geprügelt.​

Silbereisen: „Im Sandkasten. Aber ich mag Boxen. Das hat nichts mit Prügelei zu tun. Hochleistungssport .Ich habe es selbst gemerkt, als ich einmal mit Marko im Ring stand. Ein Haken war ihm ausgerutscht und bei mir gingen für ganz kurze Zeit die Lichter aus. Ulli Wegner hat ihn dann zurückgehalten.​“

BILD: Welchen Sport treiben Sie?​

Silbereisen: „Ich spiele Tennis, Golf und jogge gern. Nach dem Aufstehen schaffe ich 40 bis 45 Liegestütze am Stück. Das hält mich fit.​“

BILD: Herr Huck, welche Schulnote hatten Sie in Musik? Können sie gut singen?​

Huck: „Eine drei in Musik. Vor meiner Stimme würden sich die Leute fürchten.“

BILD: Wer würde die bessere Figur abgeben? Marco auf der Showbühne oder Florian im Ring?​

Huck: „Ich glaube Florian. Er ist sportlich sehr begabt.​“

Silbereisen: „Marco hat Talent, Menschen zu unterhalten. Das verbindet uns.“

BILD: Marco Huck geht wochenlang ins Trainingslager. Wie bereiten Sie sich auf Ihre Shows vor?​

Silbereisen: „Ich trainiere von Zeit zu Zeit mit Gesangslehrern meine Stimme und muss auch wochenlang trainieren, wenn ich einen Herdplatten-Weltrekord aufstellen möchte oder durchs Feuer laufe.“

Box-Star Marco Huck trifft Volksmusik-Liebling Florian Silbereisen

Schläger trifft Schlager
Huck und Silbereisen im Interview

Für das gemeinsame BILDInterview tauschten Silbereisen und Huck ihr Outfit.

BILD: Was tun Sie für ein schönes Aussehen?​

Silbereisen (lacht).: „Wir sind Naturschönheiten, brauchen da nicht soviel zu machen.“

BILD: Wie bekämpfen Sie Lampenfiber?​

Huck: „In der Kabine summe ich vor dem Kampf Schlager.“

Silbereisen: „Ich gehe in mich, spreche hinter der Bühne ein kleines Gebet und dann geht es los.  Ich brauche aber auch das Lampenfiber, das Adrenalin.​“

BILD: Haben Sie als Schlagerstar einen Bodyguard?​

Silbereisen: „Das brauche ich nicht.“

Huck: „Mein Bodyguard ist mein Bruder Kenan.“

BILD: Wie nehmen Sie während Ihrer Kämpfe bzw. Shows das Publikum wahr?​

Huck: „Viele Boxer  sagen, sie kriegen nichts mit. Ich höre den Trainer, meinen Bruder und meinen Vater raus.“

Silbereisen: „Ich arbeite ja für das Publikum und unterhalte es. Das Wichtigste überhaupt.“

BILD: Wie hoch war Ihre erste Börse bzw. Gage und wofür haben Sie das Geld ausgegeben?​

Huck: „6500 Euro. Einen Tage spät musste  ich mir bei Sauerland Event noch 3000 Euro borgen – so viel habe ich verfeiert.“

Silbereisen: „Donnerwetter, Respekt! Bei mir waren es nur 20 D-Mark. Da ging bei einer Hochzeit der Hut rum – für den Kleinen,  der steirische Harmonika gespielt hat. Ich habe das Geld gespart – für meine erste eigene Harmonika.“

BILD: Heute fließt weit mehr Geld. Welche Rolle spielt ein Leben im Luxus?​

Huck: „Ich möchte nie wieder arm sein. Dafür arbeite ich sehr hart und leiste mir auch etwas, wie ein schönes Haus für die ganze Familie.“

Silbereisen: „Mein Auto ist auch mein Wohnzimmer. Da verbringe ich mehr Zeit als in meiner Dreizimmer-Wohnung. Daher muss es etwas größer sein. Ich miete mir die Wagen immer. Es ist schön, wenn man sich etwas leisten kann aber ich lebe nicht im Luxus.“ ​

BILD: Herr Silbereisen, Ihre TV-Einschaltquoten gehen bis zu sieben Millionen Zuschauer. Träumen Sie am Sonnabend auch von einer solchen Quote, Herr Huck?​

Huck: „Natürlich. Bisher hatte ich immer so vier bis fünf Millionen. Aber gegn Powetkin wird es eine große Schlacht. Ich glaube, da werden ganz viele Zuschauer das Erste einschalten.“

Silbereisen: „Und Marko wird für eine große Überraschung sorgen und Weltmeister Powetkin besiegen.“

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Die Patzer von Chelsea und Real im Video

Real Madrid zittert, Chelsea ist fast raus.

Real kassierte mit den deutschen Nationalspielern Mesut Özil und Sami Khedira bei ZSKA Moskau in der Nachspielzeit den Gegentreffer zum 1:1 (0:1)-Endstand, dennoch stehen die Chancen des spanischen Rekordmeisters auf die nächste Runde gut.

Bei Minus 5 Grad kassieren die Spanier in der 93. Minute den Ausgleich durch Pontus Wernbloom, nachdem Ronaldo Real in der 27. Minute in Führung gebracht hatte.

Sky präsentiert die Patzer der Favoriten im Video!

Chelsea droht bereits der vorzeitige K.o. in der Champions League. Die Engländer verloren beim SSC Neapel mit 1:3 (1:2). Eine schwache Leistung!

Nur Juan Mata (27.) trifft für die Engländer. Lavezzi (38./65.) und Cavani (45.+2) drehen das Ding.

Chelsea steht vor dem Rückspiel am 14. März an der Stamford Bridge mit dem Rücken zur Wand.

Verfolgen Sie die Champions League und Bundesliga live bei Sky.

Neapel – Chelsea 3:1
Italiener ballern Engländer weg

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BILD-Interview – Klitschko Abrechnung mit Skandal

Atos-Klink, München. Kurz nach 15 Uhr kam die komplette medizinische Entwarnung von Prof. Peter Habermeyer für WBC-Weltmeister Vitali Klitschko (40). Die Kampfverletzung in der linken Schulter aus dem Duell gegen den britischen Box-Rüpel Dereck Chisora erwies sich als nicht so tragisch.

Der Champ im BILD-Interview.​

Klitschko: „Eine Sehne ist nur ganz leicht eingerissen, ein Nerv aber war getroffen. Deshalb konnte ich meinen Arm nicht heben, er hat mir nicht mehr gehorcht.“

BILD: Wie war das im Kampf?​

Klitschko: „Ich hatte zwei Möglichkeiten. Aufgeben wie vor zwölf Jahren im Kampf gegen Chris Byrd. Da war die Sehne gerissen, die Schmerzen unerträglich. Ich habe meinen WM-Gürtel in Führung liegend verloren. In München habe ich mich für die zweite Möglichkeit entschieden.“

BILD: Und die war?​

Klitschko: „Zähne zusammen beißen, das Ding durchziehen. Ich wäre lieber gestorben, als gegen diesen Widerling meinen Titel zu verlieren.“

BILD: Sie wurden geohrfeigt, ihr Bruder Wladimir von Chisora bespuckt. Was fühlt man da?​

Klitschko: „Das gleiche, wie alle Menschen. Nur gut, dass mein Bruder ruhig geblieben ist. Er hatte die Faust in der Tasche geballt. Aber es hätte sonst nur ein gewaltiges Chaos im Ring gegeben.“

BILD: Das Chaos brach dann im Presseraum los…​

Klitschko: „David Haye und Dereck Chisora hatten ihre Nerven einfach nicht im Griff.“

BILD: Ist ein Kampf gegen David Haye jetzt ausgeschlossen?​

Klitschko: „Ich weiß gar nicht, ob er den Fight wirklich will. Er hat unser gutes Angebot abgelehnt.“

BILD: Wann können Sie wieder boxen?​

Klitschko: „Nach der heutigen Diagnose wäre sogar ein Kampf vor der Fußball-EM noch möglich. Aber das muss ich mit meinem Trainer Fritz Sdunek besprechen.“

BILD: Wie sehen jetzt die nächsten Tage aus?​

Klitschko: „Ich fliege in die Ukraine, kümmere mich um meine politische Arbeit. Den linken Arm muss ich schonen, darf erst in ein paar Wochen wieder mit Krafttraining beginnen.“ ​

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Dirk Bauermann

Deutschlands bekanntester Basketball-Trainer packt aus!

Dirk Bauermann (54/neunmal Deutscher Meister, Vize-Europameister) verrät in seinem Buch „Mission Erfolg“ (19,99 Euro, Herbig-Verlag, erscheint am 28. Februar) Geheimnisse aus seiner Zeit als Bundestrainer und Coach des FC Bayern, wo er seit 2010 im Amt ist.

Bauermann enthüllt: Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (27) sollte für Bayern Basketball spielen!

Bauermann: „Sieben Spieltage vor Ende der Saison sicherten wir uns im März 2011 den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga. Fünf Spieltage vor Schluss die Meisterschaft. (…) Eigentlich hätte Bastian Schweinsteiger in dieser Zeit sogar für uns spielen sollen.

Die Idee hatten wir bereits zu Jahresbeginn mit Sponsor Adidas durchgesprochen. Das wäre ein Riesenspaß geworden. Aber vor allem zeigt es, wie Bayern tickt: Nach nur wenigen Monaten gab es zwischen den Fußballern und den Basketballern bereits eine enge Beziehung.“

Schweinsteiger gehört mit Model-Freundin Sarah Brandner zu den Stammgästen bei Heimspielen der Bayern-Basketballer. Ebenso wie Präsident Uli Hoeneß, Trainer Jupp Heynckes und andere  Stars wie Boateng und Badstuber.

Bauermann: „Dass Schweinsteiger letztlich doch nicht für uns auflief, war eine Entscheidung des gesunden Menschenverstandes. Nicht auszudenken, wenn er umgeknickt wäre oder sich sonst wie verletzt hätte. Wer weiß, ob sein Gegner ihn nicht mit einem besonders harten Block hätte stellen wollen. Es gab einfach zu viele unkalkulierbare Risiken, wenngleich ich Bastian schon gerne im Basketballtrikot gesehen hätte.“

Superstar Dirk Nowitzki lobt in einem Kapitel die Arbeit von Ex-Bundestrainer Bauermann:

„Es kam schon vor, dass ich vor einem Spiel in der Kabine saß, meine Schuhe anzog und nur dachte: ,Ja, jetzt also wieder Basketball.‘ Und nachdem Dirk mit seiner Ansprache fertig war, hätte ich durch die Wand rennen können. Dirk ist ein unglaublicher Motivator. Was er sagt, ist nicht platt, blöd oder sonstiges Blabla.“

Über seinen Konflikt mit einem griechischen Klub-Präsidenten berichtet Bauermann (arbeitete 2001 bei Dafni Athen):

„Als einer unserer Spieler nach einer Verletzung nicht so schnell zurückkam wie gedacht, wollte ihn der Präsident sofort entlassen. Da ich um ihn kämpfte, drehte er durch. (…) Auf Augenhöhe standen wir uns gegenüber wie zwei Boxer vor dem Kampf. Plötzlich trat er zum Schreibtisch. Hastig griff er in die Schublade, zog seine Pistole hervor und knallte sie auf den Tisch. ,Get out‘ (Hau ab!), schrie er mich an. Ich hob die Hände über den Kopf. Dann verließ ich sein Büro.“

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